Die KITA

 

Milly liebt die Pusteblume! Seit letztem Jahr ist sie in der Füchse-Gruppe ein begeistertes Kindergartenkind. Morgens müssen wir Gas geben, denn es geht ihr nicht schnell genug zum Bus. Als Kind mit Förderbedarf hat Milly Anspruch auf einen Fahrdienst, der sie morgens abholt und am Nachmittag wieder nachhause bringt - eine große Entlastung für uns Eltern.

 

Die Pusteblume ist eine ganz wundervolle integrative Einrichtung, die JEDES Kind nimmt, wie es ist. Inklusion wird hier zu 100% gelebt und die Eltern der gesunden Kinder kommen gar nicht auf die Idee, dass ihre Kinder zu kurz kommen könnten. Im Gegenteil: alle Kinder lernen hier für's Leben. Nirgendwo sonst können sie schon in frühen Jahren Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und Toleranz mit auf den Weg bekommen. Der Anblick und die Interaktion mit behinderten Kindern werden zur Selbstverständlichkeit, Berührungsängste werden abgebaut.

 

Die Erzieher der Pusteblume sind sehr gut ausgebildet, haben heilpädagogische Zusatzqualifikationen und sind vor allem aufgeschlossen und motiviert, das Kind in seiner Individualität zu erleben und zu fördern. Nach der Erfahrung mit Millys erster Krippe hatte ich große Bedenken, ob Milly wirklich gewollt ist. Aber meine Sorgen waren absolut unbegründet. Milly wurde voll integriert, lag nicht mehr nur in einer Ecke rum. Und wenn, war immer jemand da, der sich liebevoll mit ihr beschäftigte.

 

Ein sehr guter Personalschlüssel trägt natürlich dazu bei, dass eine solche Kinderbetreuung überhaupt möglich ist. Unterstützt werden die Erzieher unter anderem von Praktikantinnen und Praktikanten, es gibt aber auch Kooperationen mit Sonderschullehrern.

 

Für Kinder mit (Sonder-) Förderbedarf ist die Pusteblume hervorragend ausgestattet. Es gibt ein hausinternes Schwimmbad, in dem Milly alle 14 Tage therapeutisch betreut schwimmen gehen kann. Zudem arbeiten Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und eine Logopädin mit eigenen Praxisräumen in der Pusteblume. Die Einrichtung verfügt zusätzlich über einen richtig tollen Snoezelraum mit vielen Sinnesangeboten, wie einer großer Blubbersäule, einer Diskokugel, Lichtschläuchen und einem riesigem Wasserbett zur Entspannung und Entwicklungsförderung. Auch Sehfrühförderung wurde angeboten und Milly nahm bereits zum zweiten Mal am therapeutischen Reiten teil, das von der Pusteblume organisiert wird. Die Therapeuten arbeiten eng mit den Erziehern zusammen. Runde Tische und regelmäßige Rückmeldungen beziehen die Eltern jederzeit mit ein. Für Eltern eines Förderkinds ist die Einrichtung eine ganz große Entlastung. Milly ist nach dem Kindergarten ziemlich müde. Müsste ich noch auswärts mit ihr zur Therapie, würde ihr das rein gar nichts bringen. Ich bin sicher, ohne die Pusteblume, würde Milly sich anders entwickeln. Die Pusteblume sehe ich heute natürlich nicht mehr als Endstation, sondern als Sprungbrett, das Milly den späteren Schulbesuch mit Sicherheit erleichtern wird.

 

Das diese Wunder-KITA überhaupt von einem solchen Geist getragen werden kann, ist vor allem der Leiterin Valentina Schenk zu verdanken. Ihr Engagement und Charisma sind ansteckend, die Pusteblume ist ihr Lebenswerk. Als Leiterin sieht man sie natürlich nicht oft, aber sie ist bei den Morgenkreisen und vielen anderen Happenings in der KITA mit großer Freude dabei. Es kam schon mal vor, dass wir sie beim Einkauf trafen. Milly sah sie und war total aus dem Häuschen. Die Frau ist Magie, mit einer mitreißenden und bewundernswerten Ausstrahlung, die niemanden unbeeindruckt lässt. Wir hoffen, dass sie noch lange die Pusteblume leiten wird und sagen ihr und ihrem großartigem Team an dieser Stelle von ganzem Herzen DANKESCHÖN!

 

Interessiert? Hier erfahren Sie mehr über die Pusteblume:

http://www.lebenshilfe-heidelberg.de/angebote-und-dienste/kindergaerten-pusteblume/

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Familie Nielbock